Wir müssen uns beteiligen

Noch ist die Entscheidung, keine Potentialflächen für Windkraftanlagen in der westlichen Schaalsee-Region auszuweisen, nicht endgültig

Seedorf, 15.5.2017 – Die Bürgeriniative Gegenwind vom Schaalsee führte am 14. Mai 2017 ihre jährliche Mitgliederversammlung in Seedorf durch. Wichtigstes Thema war die Information der Mitglieder, warum es wichtig ist, dass sich jeder persönlich im Rahmen des öffentlichen Beteilungungsverfahrens der Landesregierung äußert. “Wir müssen uns beteiligen, denn nur so kann erreicht werden, dass die westliche Schaalsee-Region auch nachhaltig keine Potentialflächen für Windkraftanlagen ausweisen wird”, so Barbara Kliesch, Vorstandsmitglied von Gegenwind vom Schaalsee. „Wir müssen unsere Argumente unbedingt bis zum 30. Juni 2017 in das Verfahren einbringen, denn erst Mitte 2018, so der Plan der bisherigen Landesregierung, wird endgültig über die Windkraftanlagen-Vorranggebiete entschieden werden.“ Sie appeliert nicht nur an die Mitglieder von Gegenwind vom Schaalsee sich zu beteiligen. Unter https://bolapla-sh.de kann sich jeder Bürger einloggen und beteiligen. Eine Anleitung haben wir hier erstellt, oder direkt zur Onlinebeteiligung für unser Gebiet.

Noch mal zur Erinnerung: Die Landesregierung hatte am 6. Dezember 2016 die neuen Karten für Windeignungsflächen online gestellt – und sämtliche bisher geplanten Gebiete in der westlichen Schaalsee-Region wieder zurückgenommen. „Aber, wir müssen weiterhin wachsam sein. Wegen der geplanten Bürgerbeteiligung kann es noch zu Wiedereinstellungen von Potentialflächen kommen. Etwa wenn zuviele Vorranggebiete in anderen Regionen jetzt noch wegfallen, und die benötigte Fläche von 2 Prozent des Landes für WKA wegen der immer noch bestehenden 300 Prozent Vorgabe der bisherigen Landesregierung nicht ausreicht, kann es sein, dass „unsere“ Potentialflächen wieder aktiviert werden“, gibt Mike Lohmann, Vorstandsmitglied von Gegenwind vom Schaalsee zu bedenken. Und stutzig macht auch, dass im Raum Gudow Windkraftanlagen-Betreiber weiterhin Informationsveranstaltungen durchführen und Vorverträge abschliessen. „Wir fragen uns schon, auf welcher Grundlage diese Unternehmen noch Hoffnung haben, in naher Zukunft ihre “Windmühlen” dort aufstellen zu können“, so Barbara Kliesch.

Die Bürgerinitiative “Gegenwind vom Schaalsee“ ist anlässlich der Ausweisung von Potentialflächen für Windkraftanlagen in der westlichen Schaalsee-Region gemeindeübergreifend am 15. August 2016 gegründet worden und hat mittlerweile mehr als 180 Mitglieder. Die Bürgerinitiative verfolgt vorrangig das Ziel, die Schaalsee-Region als schützenswerte Naturlandschaft innerhalb des Naturparks Lauenburgische Seen für die dort lebenden Menschen und die dort beheimateten und durchziehenden Tiere in ihrem derzeitigen Zustand zu schützen und zu erhalten. Damit ist jegliche Ausweisung von Flächen für den Bau von Windkraftanlagen unvereinbar und muss dauerhaft aufgehoben und verhindert werden.

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