Unsere Mitgliederversammlung 2018 findet am 25. November 2018 um 17.00 Uhr im Landgasthof Lindenhof in Seedorf, Hauptstrasse 30 statt. MitgliederInnen von Gegenwind vom Schaalsee sind herzlich eingeladen. Es wird u.a. über den aktuellen Stand der Regionalplanung in Sachen Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein berichtet. Die Tagesordnung ist allen Mitgliedern per Mail zugegangen.

Liebe Mitglieder von Gegenwind vom Schaalsee,

Lag es am guten Wetter – oder an Muttertag? Zu unserer ersten Mitgliederversammlung kamen nur 22 Mitglieder (inkl. Vorstand). Vielen Dank an die Anwesenden! Wir sind ein bißchen ratlos und auch enttäuscht, dass das Interesse an Gegenwind vom Schaalsee so nachgelassen hat. Ja, wir sind derzeit nicht mehr betroffen, da der Naturpark Lauenburgische Seen derzeit keine Potentialflächen mehr ausweist. Aber das kann sich ändern, da die Entscheidung noch nicht rechtsverbindlich ist. Damit sich jeder noch einmal vergegenwärtigen kann, um welche Flächen es sich handelt, schicken wir eine Karte mit. Daraus erklärt sich auch die u.s. Nummerierungen.

Warum sind wir besorgt?
Uns macht stutzig, dass gerade im Raum Gudow Windenenergiebetreiber fleißig Informationsveranstaltungen durchführen und Vorverträge abschliessen. Würden sie das machen, wenn sie nicht noch einen Hauch von Hoffnung hätten, dort in naher Zukunft ihre “Windmühlen” bauen zu können?

Und es gibt einen weiteren Faktor, der für einige Gebiete in unserer Region noch ein Schlupfloch offen hält. Das Abwägungskriterium “Naturpark”, welches bisher die Potentialflächen für WKAs verhindert, ist dieses “Schlupfloch” für Änderungen. Wenn sich z.B. in einer neuen Landesregierung etwas ändert und die Abstandsregelung wirksam wird (die CDU hatte ja 1200 m gefordert/versprochen) kann es sein, dass zusätzliche Flächen gebraucht werden – und wir können nicht ausschliessen, dass dann auch Flächen im Naturpark Lauenburgische Seen noch einmal sehr kritisch geprüft werden. Anbei der Text aus dem Unterlagen des Landesplanung. Er ist bei uns im Gebiet für die folgenden Flächen relevant.
flaechennummern
PR3_LAU_030 Sterley
PR3_LAU_036 Seedorf/Groß-Zecher
PR3_LAU_037 Kehrsen/Hollenbek/Sterley
PR3_LAU_039 Hollenbek/Seedorf/Klein-Zecher
PR3_LAU_045 Gudow/Kehrsen/Sophienthal

Originatext: Die bisher sehr weitgehende Freihaltung von Naturparken wird angesichts der energiepolitischen Zielsetzungen der Landesregierung zukünftig im Einzelfall anders gewertet: Will man den gesetzlichen Anforderungen des Artenschutzes Rechnung tragen und die Abstände zur Wohnbebauung auf dem bisherigen Niveau halten, läuft dies darauf hinaus, einige Abwägungskriterien wie z.B. die Freihaltung von Naturparken differenzierter zu betrachten, um noch einen Umfang von ca. 2 % der Landesfläche – korrespondierend zu den energiepolitischen Zielsetzungen – ausweisen zu können. Im vorliegenden Fall überwiegt allerdings das Schutz- und Freihaltungsinteresse im Naturpark gegenüber einer Vorranggebietsausweisung, zumal die Fläche auch vollständig innerhalb des 1.200m-Abstandspuffers um das Vogelschutzgebiet „Schalsee-Gebiet“ liegt.

Was können wir machen? Wir – also jeder einzelne von uns – müssen uns unbedingt im Rahmen des öffentlichen Beteiligungsverfahren äußern, damit unsere Argumente in das Verfahren offiziell einfliessen. Das ist noch bis zum 30. Juni 2017 möglich. Wie das geht, haben wir auf der Mitgliederversammlung erklärt und werden es in den nächsten 1-2 Wochen allen Mitgliedern mitteilen und Ihnen/Euch eine Argumentationsvorlage mitschicken.

Es müssen aber noch einige Recherchearbeiten gemacht werden – und dafür brauchen wir UNBEDINGT so schnell wie möglich Helfer. Für die Gebiete
23 (Schmilau)
26 (Schmilau, Salem)
29 (Salem/Sterley/Horst)
30 (Sterley)
32 (Sterley)
34 (Horst/Brunsmark)

suchen wir noch Mitglieder, die sich im Detail mit den Begründungen für die Ablehnung als Potentialflächen beschäftigen und prüfen ob sich noch weitere Argumente/Hinweise finden lassen. Nur so können wir nachhaltig und hoffentlich endgültig verhindern, dass es jemals Windkraftanlagen in unserer schönen Schaalseeregion gibt. Wie das geht erklären wir gerne – es gibt auch schon eine Vorlage. Und die Zeit drängt! Bis Ende Mai müssen die Argumente bei uns sein – sonst können wir sie nicht mehr berücksichtigen – zumindest in der Stellungnahme, die wir als Bürgerinitiative an die Landesplanung schicken.

Wir appelieren an die Mitglieder in Sterley, Horst, Brunsmark und Hollenbek sich zu engagieren! Wir brauchen Ihr Know-How vor Ort und Ihr Wissen um die Gegebenbeiten in ihrer Gemeinde. Für Sie die dort wohnen, ist es einfacher die Begründungen zu prüfen und ggfs. zu ergänzen – sie kennen die Gegebenheiten vor Ort. Und die Zeit drängt!

Nur gemeinsam können wir es schaffen unsere schöne Schaalsee-Region nachhaltig von Windkraftanlagen frei zu halten.

Bei Fragen rufen Sie mich gerne an!

Mit freundlichem Gruß
Barbara Kliesch

Noch ist die Entscheidung, keine Potentialflächen für Windkraftanlagen in der westlichen Schaalsee-Region auszuweisen, nicht endgültig

Seedorf, 15.5.2017 – Die Bürgeriniative Gegenwind vom Schaalsee führte am 14. Mai 2017 ihre jährliche Mitgliederversammlung in Seedorf durch. Wichtigstes Thema war die Information der Mitglieder, warum es wichtig ist, dass sich jeder persönlich im Rahmen des öffentlichen Beteilungungsverfahrens der Landesregierung äußert. “Wir müssen uns beteiligen, denn nur so kann erreicht werden, dass die westliche Schaalsee-Region auch nachhaltig keine Potentialflächen für Windkraftanlagen ausweisen wird”, so Barbara Kliesch, Vorstandsmitglied von Gegenwind vom Schaalsee. „Wir müssen unsere Argumente unbedingt bis zum 30. Juni 2017 in das Verfahren einbringen, denn erst Mitte 2018, so der Plan der bisherigen Landesregierung, wird endgültig über die Windkraftanlagen-Vorranggebiete entschieden werden.“ Sie appeliert nicht nur an die Mitglieder von Gegenwind vom Schaalsee sich zu beteiligen. Unter https://bolapla-sh.de kann sich jeder Bürger einloggen und beteiligen. Eine Anleitung haben wir hier erstellt, oder direkt zur Onlinebeteiligung für unser Gebiet.

Noch mal zur Erinnerung: Die Landesregierung hatte am 6. Dezember 2016 die neuen Karten für Windeignungsflächen online gestellt – und sämtliche bisher geplanten Gebiete in der westlichen Schaalsee-Region wieder zurückgenommen. „Aber, wir müssen weiterhin wachsam sein. Wegen der geplanten Bürgerbeteiligung kann es noch zu Wiedereinstellungen von Potentialflächen kommen. Etwa wenn zuviele Vorranggebiete in anderen Regionen jetzt noch wegfallen, und die benötigte Fläche von 2 Prozent des Landes für WKA wegen der immer noch bestehenden 300 Prozent Vorgabe der bisherigen Landesregierung nicht ausreicht, kann es sein, dass „unsere“ Potentialflächen wieder aktiviert werden“, gibt Mike Lohmann, Vorstandsmitglied von Gegenwind vom Schaalsee zu bedenken. Und stutzig macht auch, dass im Raum Gudow Windkraftanlagen-Betreiber weiterhin Informationsveranstaltungen durchführen und Vorverträge abschliessen. „Wir fragen uns schon, auf welcher Grundlage diese Unternehmen noch Hoffnung haben, in naher Zukunft ihre “Windmühlen” dort aufstellen zu können“, so Barbara Kliesch.

Die Bürgerinitiative “Gegenwind vom Schaalsee“ ist anlässlich der Ausweisung von Potentialflächen für Windkraftanlagen in der westlichen Schaalsee-Region gemeindeübergreifend am 15. August 2016 gegründet worden und hat mittlerweile mehr als 180 Mitglieder. Die Bürgerinitiative verfolgt vorrangig das Ziel, die Schaalsee-Region als schützenswerte Naturlandschaft innerhalb des Naturparks Lauenburgische Seen für die dort lebenden Menschen und die dort beheimateten und durchziehenden Tiere in ihrem derzeitigen Zustand zu schützen und zu erhalten. Damit ist jegliche Ausweisung von Flächen für den Bau von Windkraftanlagen unvereinbar und muss dauerhaft aufgehoben und verhindert werden.

Die Bürgerintiative Gegenwind Schleswig-Holstein e.V. hat zwei Volksintiativen gestartet, bei denen Sie mitmachen sollten. Wenn die verfahrene Situation nach jetzigem Recht nicht sicher gelöst werden kann, und die Politiker nicht auf uns eingehen, kann ein neues Gesetz zur Mitbestimmung vielleicht helfen.

Faltblatt Mitbestimmung

 

Wenn das nicht reicht, sollte wenigstens eine Abstandsregelung, wie in Bayern verfassungsrechtlich anerkannt, gesetzlich festgeschrieben werden. Wer sind wir denn, dass die Bürger in Bayern besser vor industriellen Windkraftanlagen vor ihrer ländlichen Haustür geschützt werden, als bei uns in Schleswig-Holstein?

Faltblatt Abstand

Wie am 6. Dezember durch die Landesplanung in Kiel beschlossen wurde, sind alle bisher potentiellen Vorrangflächen für WKA in unserem Naturpark herausgenommen worden. Die interaktive Karte enthält die interessierenden Kartenebenen „Vorranggebiete“ und „Abgelehnte Potentialflächen“. Durch Anklicken der Teilflächen kann man die entscheidenden Kriterien abrufen. Online-Beteiligung Landesplanung – Teilaufstellung Regionalplan III, Sachthema Windenergie.

Natur und Vogelwelt können aufatmen, wir müssen aber weiterhin wachsam sein. Wegen der geplanten Bürgerbeteiligung kann es noch zu Wiedereinstellungen kommen. Etwa wenn zuviele Vorranggebiete in anderen Regionen noch wegfallen, und die benötigte Fläche von 2% des Landes für WKA wegen der immer noch bestehenden 300% Vorgabe der jetzigen Landesregierung nicht ausreicht. Keine guten Aussichten für Frieden zwischen Bürgern und Gemeinden.

Den Angaben zufolge wird das Verfahren noch zwei Beteiligungszyklen benötigen, bevor die Raumordnungspläne endgültig entschieden werden. Das erste wird bis Mitte 2017 dauern, dann wird nochmals beschlossen und wiederum zur Beteiligung ausgeschrieben. Erst Mitte 2018, so der Plan der jetzigen Landesregierung, wird endgültig über die WKA Vorranggebiete entschieden werden.

Unsere Pressemitteilung

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Eigentlich etwas für die andere Seite: Produzieren wir statt Ökoenergie die nachhaltigste Naturzerstörung?
Georg Etscheit – Geopferte Landschaften – Wie die Energiewende unsere Umwelt zerstört – Heyne – Verlag

Heute (Sonntag, 30.10.2016) fanden sich rund 230 Menschen gegen den Windkraft-Wahn zusammen. Wir trafen uns unweit Seedorf am Schaalsee und stellten auf einem potentiell ausgewiesenen Windkraftanlagen-Acker ein Windrad (Größe 200 Meter, Durchmesser 160 Meter) mit Papierbahnen dar. Ein großes Dankeschön an den Landwirt, dessen Fläche wir nutzen durften.

Mit unserer Aktion konnten wir sehr anschaulich demonstrieren, wie groß eine Windkraftanlage sein kann. Wir sind überwältigt, dass wir so viele Menschen aus unserem Kreis motivieren konnten, und hoffen mit unserer Aktion den ein oder anderen noch wachzurütteln, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Bei der Veranstaltung waren Vertreter von mehr als sieben Bürgerinitiativen aus dem Herzogtum Lauenburg.vor Ort: Gegenwind vom Schaalsee, Gegenwind in Krukow, Dörfer gegen WKAs, Bürgerinitiative „Bürger für Lütau“, Bürgerinitiative für Menschen und Umwelt in Walksfelde, Bürgerinitiaven aus Juliusburg und Schnakenberg sowie die Bürgerinitiative unsere Dörfer gegen WKA mit den Dörfern Bergrade, Berkenthin, Bliestorf, Düchelsdorf, Duvensee, Grinau, Groß Weeden, Kastorf, Klinkrade, Kühsen, Labenz, Niendorf/bei Berkenthin, Rondeshagen, Siebenbäumen, Sierksrade, Steinburg, Stubben Auch Gäste aus einem anderen Kreis konnten begrüsst werden: aus dem Kreis Bad Segeberg, Naturpark Holsteinische Schweiz kamen Vertreter der Bürgerinitiative Schmalensee.

Für alle die dabei waren; DANKE SCHÖN fürs Kommen, ohne Euch wäre es nicht gegangen. Und die, die nicht dabei waren, haben echt etwas versäumt. Erste Bilder…

Dank auch an die Drohnenpiloten, die wir noch in einem weiteren Beitrag würdigen werden. Das Video ist in Arbeit…

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Mit-Papier-gegen-Windkraftanlagen,windkraft762.html

Windenergie und Artenschutz

 

in diesem Konfliktfeld geht es zwischen der Staatskanzlei, Umweltministerium und LLUR (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume) hin und her.

Die Kriterienliste hat in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits mehrere Änderungen erfahren. Ob es dabei bleibt, ist fraglich. Denn für die Landesregierung steht über allem das Ziel, als Windenergiestandorte zwei Prozent der Landesfläche ausweisen zu lassen. Wenn es dafür in bestimmten Regionen wie in den Westküstenkreisen räumlich zu eng werden und dem Protest von durch Windkraft genervten Anliegern nachgegeben werden sollte, können sich schnell Verschiebungen zu Lasten der weichen Tabuzonen ergeben, da deren Definition im Ermessen des Landes liegt.

Lesen Sie beim NABU Schleswig-Holstein